Sankt Petersburg

Schön, Groß

2012 hatte ich die Möglichkeit mit meiner Frau nach Sankt Petersburg zu fahren. Wir reisten mit dem Zug – SAP SAN – von Moskau direkt bis St.Petersburg. Die Fahrt dauerte nur 4 Stunden, was bedeutet dass der Zug sehr schnell war/ist. Es handelte sich um eine Art ICE Garnitur, an Board wurde man wie in Europa üblich von Servicepersonal freundlich bedient – das gibt es also auch in Russland. Ich kann nur empfehlen ein paar Worte in Russisch zu lernen/kennen – dann läufts mit dem Bestellen von Kaffee besser! Gott sei Dank verstehe ich die Sprache schon ein wenig, sodass es nicht all zu schwer für mich war.

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Ankunft in Sankt Petersburg

Wir wurden mit sehr schönem, aber eher kühlem Wetter begrüßt. Klare Luft und – viele Möven! Die Stadt ist sehr schön, sauber und pulsiert. Viel Verkehr, ein U-Bahn System, O-Busse und natürlich auch viele Taxis. Wären die Werbungen und Beschriftungen der Geschäfte nicht in Russisch – würde man total vergessen, dass man in Russland ist. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten und Museen zu besichtigen.

Wenn man ein Hotel wählt, sollte man eines nehmen welches die Fenster in den Innenhof hinaus hat. Da ist man wirklich gut beraten. Wie schon gesagt, die Stadt pulsiert und schläft nie. Den Straßenverkehr hört man Abends immer. Wir hatten die Fenster Gott sei Dank im Innenhof. Da war es sehr ruhig! Das Hotel war super – das  Frühstück war in Ordnung, aber eher dürftig, sehr sehr überschaubar. Kein Buffet – eine fix vorgegebene Portion – mehr nicht! 🙂

Nach dem ersten Stadtrundgang kamen wir an einem Park vorbei, nahe der Neva, indem schon einige Leute sich in der Sonne auf die Wiese gesetzt haben. Das haben wir ebenso gemacht um uns ein wenig auszuruhen. Ich schlief sogar ein – ich fühlte mich richtig wohl, das Wetter, die Luft, die Geräusche der Stadt… eine saubere Parkanlage – (Senatskii Ploschad, Mjednii Sandnik = Kupferreiter)

Sankt Petersburg Bahnhof

Sankt PetersburgSankt Petersburg

Das Wetter

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Sehr schönes Wetter. Grundsätzlich waren wir mit kurzärmeligen Gewand unterwegs. Es empfiehlt sich jedoch IMMER zumindest einen Pullover oder eine leichte Jacke mit dabei zu haben. Da oben im Norden geht oft der Wind, welche eine kühle Brise vom Meer in die Stadt hineinweht. Natürlich gibt es auch windstille Plätzchen in welchen es wirklich angenehm ist. Nicht zu heiß, nicht zu kalt.  Wir waren übrigens im August in St. Petersburg – ist glaube ich eine gute Zeit um nach St. Petersburg zu fahren!

Kanalrundfahrt

Ein Rundfahrt durch das „Kanalsystem“ ist ebenso empfehlenswert. Es gibt Audio-Guides auch in deutscher Sprache. Der ganze Bereich ist durchwegs auf Tourismus ausgelegt. Es war schön und entspannend mit dem Boot durch das Kanalsystem zu fahren. Später fährt man dann auch auf die NEVA hinaus und kann den Sonnenuntergang genießen. Dann geht es wieder in das Kanalsystem zurück – das Manöver, welches der Kapitän zu bewältigen hat ist sehenswert. Er muss mit dem doch recht langen Boot wieder in den eher schmalen Kanal hineinzielen. Am Bug geht es um Zentimeter!

Sankt Petersburg

Schon 22 Uhr…

Es wird recht spät dunkel – die Uhrzeit bekommt man nicht so mit! Es gibt immer Verkehr und Leute auf den Straßen – wie fast überall in Russland. Kein Vergleich zu unseren Ortschaften oder kleineren Städten (ab einer gewissen Uhrzeit ist nichts mehr los auf den Straßen). Ein Spaziergang von einer Ubahn-Station (Metro) zur nächsten kann auch schon 15-20 min dauern – nicht weil man so langsam geht, sondern weil die so weit auseinander sind.

Sankt Petersburg 22 Uhr

Peterhof

Ich empfehle auf jeden Fall einen Besuch des Peterhofs, oben im Norden. Es handelt sich um eine wirklich riesige Parkanlage. Zu erreichen ist diese entweder mit einem Tragflügelboot direkt, oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eigentlich wollte ich mit dem Boot fahren, haben uns dann aber doch für die Kleinbusse (Marschrutki) entschieden. Da schaukelte es auch – wie im Boot – hi!

Peterhof

Die Aurora feuert! – Der Beginn der Oktoberrevolution (07.10.1917)

Auch die Aurora haben wir uns angesehen – aber nur von außen. Es gibt zu gewissen Zeiten Führungen, wir waren zu einer Zeit dort, wo keine Führungen stattfanden… Auf Grund der bislang zurückgelegten Strecke zu Fuß, war das aber auch kein Problem – wir waren ohnehin schon müde.

AURORA

AURORA

Fazit:
ECHT SEHENSWERT!!!

Leider hat man als Bürger der den doch eher negativen Berichterstattungen der Medien, Kinofilmen etc. eher einen befremdenden unsicheren Eindruck von Russland – bzw. wurde mir der so vermittelt. Reist man in das Land, wird man anderen feststellen. Ich habe Russland schon recht oft bereist, unsicher habe ich mich nie gefühlt! – Es sind viele Dinge die anders sind als bei uns – dadurch dass man die Sprache nicht kann und die meisten Schriften in U-Bahn etc. in russisch geschrieben sind – hat man ein Gefühl der Hilflosigkeit. Mittlerweile sind auf den U-Bahn Plänen die Stationsnamen übersetzt, sodass das Lesen der Namen zumindest einfacher ist. Englisch können nur sehr wenige Leute – oder sie wollen nicht englisch sprechen! Es wird aber besser!!!

Die Russen schauen alle so finster

Stimmt. Wenn man nicht auffallen will, zeigt man sich auf den Straßen mit einem eher gleichgültigen Gesicht. Als Europäer, der meist mit einem Lächeln auf dem Gesicht herumspaziert, fällt man gleich auf. Durchwegs sind die Russen hilfsbereit und freundlich – was man über die russische Seele und Gastfreundschaft sagt – stimmt!

Nachstehend ein paar Eindrücke aus Sankt Petersburg

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