Grumman F8F – Bearcat

Grumman’s „-Cat-Familie“ hat Weltruhm. Von der Hellcat, Tigercat, … bis zur Bearcat hatten die Maschinen sehr gute Flugleistungen aufzuweisen und, wenn es wirklich wahr ist, soll die Bearcat 1944 das schnellste Propellerflugzeug (785km/h) Fighter wirkt gedrungen und der Alles zusammen also eine Herausforderung für Modellflieger, so ein Modell nachzubauen und zu fliegen. Übrigens vorweg: Meine Bearcat hat 1,86m Spannweite, 46,5cm Flügelwurzeltiefe und mit dem 50ccm OS-Boxer ein Fluggewicht von 7,8kg! (Flächenbelastung ca.  120g/cm²)

Flugerfahrungen

Zum Fliegen selbst kann ich als Semiprofi nur sagen, dass man Gas beim Start auf der Hartpiste nur maximal halb gibt und das so lange, bis man bemerkt das Seitenruder funktioniert und steuert das Modell geradeaus. Mit Vollgas und instinktiv leicht gezogenem Höhenruder hebt die Maschine sofort ab. Mit den vom Hersteller Die Motorleistung passt, wenn’s mehr wär’s bei dem Flieger auch kein Problem. Eines dürfte aber bis zum nächsten Flug notwendig Blatt 16×12 und /oder 18×10, und sonst gibt’s in der Art nicht mehr viel Auswahl. Ich denke da lassen sich noch bessere Zugwerte erzielen und auch eine höhere FlugOpas befriedigt.

Der Schwerpunkt hat sich endgültig bei 120mm eingependelt und kann so bleiben. Interessant ist, dass die etwas nach vorn stehenden ausgefahrenen Fahrwerksbeine Einfluss auf den Schwerpunkt nehmen (No na!). In aber das ist harmlos.

Das schon Eingangs erwähnte Misstrauen in das nun sogar verbesserte Fahrwerk bewahrheitete sich auch prompt beim Erstflug. Ein Federbein wollte partout nicht einziehen, auch nicht im Rückenflug. Die Ursache ist hoffentlich der zu kleine Druckbehälter und/oder zu geringer Druck. Ich habe einen zweiten parallel dazu installiert und nun lässt sich das Fahrwerk im „Laborversuch“ mindestens 4 Mal anstandslos einziehen und es verriegelt auch in eingezogenem Zustand. Unklar ist noch, ob die Kraft die durch die Schrägstellung der Fahrwerksabdeckungen den Einziehvorgang aerodynamisch noch immer so stark erschweren, oder ob die nun höhere Luftmenge und ein auf gut 8bar! (nach meiner „Luftuhr“ am Kompressor???) erhöhter Systemdruck das Problem wird lösen können.

Nach langem Probieren wurde klar, es liegt natürlich am Systemdruck, der nicht unter 7 bar liegen darf. Darunter geht nix, denn die Federbeinabdeckungen ziehen beim Flug die Federbeine eher heraus als dass sie die Federbeine in die Einfahrstellung drücken. Das Modell fliegt so wie Halbprofis es lieben. So lange es nach normalem Empfinden schnell genug ist, sind Man möchte es nicht glauben, das Ding fliegt problemlos und die ohne Gegenwind von mir durchgeführte Dreipunktlandung ohne Landeklappen spricht ein Glückstreffer für den Piloten.

Hier als Ergänzung meine Ausschläge beim Erstflug: Quer je 20mm (Expo 40%), Höhe up 30 mm, down 25 mm (Expo 10%), Klappen Mitte 25mm, voll 43mm.

Zusammengefasst ist das Modell sehr empfehlenswert. Es ist ein wirklicher Brummer und kein „SpielzeugModell“ mehr. Das zeigt sich vor allem auch bei dem Kostenaufwand der neben den günstigen Baukastenunnötige Ausgabe),die Akkus für Empfän6 preiswerte Servos insgesamt unddie Summe rechne ich mir besser nicht zusammen.

Modellen musste ich auf einen Mehrzylinder und dann eben auf einen Viertakter abzielen und dann auf zumindest einen Boxer von ca. 50 ccm (4 PS / 9000). Ich kann mir nicht vorstellen, wie das Zugegeben, der Boxerklang ist schon ein Fortschritt in die richtige Richtung, aber eine zweite Bearcat würde ich NUR mit einemSternmotor (OS oder Saito) bauen. Da würde dann alles hervorragend zusammenpassen. Doch dasund Spaß macht meine hier beschriebene „nicht gerade Billiglösung“ auch.

Letzter Flug: 10.08.2008

Jetzt ist es Zeit für einen Erstflug auf einem Rasenplatz. Nachdem ich nun schon 3 Jahre beim FMBC Austria mich an dessen Rasenpiste gewöhnt habe, denke ich dass ich einen Startversuch mit der Bearcat riskieren sollte. Meine Sorge sind die langen Federbeine und die Fahrwerksaufnahmen. Ich habe diese zwar auf Anraten eines Freundes zusätzlich verstärkt und nehme mal an die halten meine künftigen Landungen aus. Na der Versuch wird es zeigen. Derzeit werden die Akkus auf Vordermann gebracht und anstelle des Graupner PCM 18-Empfängers wird ein Jeti 2,4Ghz R8 eingebaut. Das Jeti-System bietet einige willkommene Kontrollmöglichkeiten über den Telemetriekanal.

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